Chevy Van Emil

Mit Emil ist für uns ein Traum in Erfüllung gegangen. Emil ist ein Chevy Van, Baujahr ‘95. Diese Art von Vans sind unglaublich robust, weil sie als amerikanische Lieferwägen für lange Strecken konzipiert wurden. Erst nachträglich wurden sie zu Familienkutschen umgebaut. Bei unserem Umbau sind wir auf amerikanische Wertarbeit gestoßen. Das ursprüngliche Flachdach wurde vorne und hinten jeweils ein Stück überstehen gelassen, der Rest wurde weg geflext. Dann wurde ein erhöhtes Dach drauf gesetzt und das überstehende Flachdach wurde verkleidet. Vorne mit Staufächern und Mini-Fernseher. Die Staufächer sollte man nur für Dinge nutzen, die man so schnell nicht mehr wieder sehen möchte. Die rutschen dann nämlich ganz vor ins Dach. Hinten wurden Speaker in die Verkleidung eingebaut. Auch für Mäuse hat der so entstandene Raum ein wunderbares Zuhause geboten. 

Abgesehen davon und von einigen anderen charmanten Kleinigkeiten, hat unser amerikanisches Gefährt auch einige tolle Features, wie zum Beispiel unsere wunderbaren Captain Chairs aus Plüsch, Holzdetails wie die Getränkehalterung und sämtliche Leisten und Klappen und einen beleuchteten Sternenhimmel. 

Für unsere erste Reise haben wir mit Hilfe von meinem Papa und meinem Bruder lediglich die Sitzbank, die sich flach klappen lässt, mit Holzkonstruktionen verlängert und einen Ikea-Topper drauf gelegt. Als Küche hat uns eine Alukiste gedient. Ursprünglich wollten wir mit dieser Konstruktion reisen, letztendlich hatte unser Schlaf aber doch Priorität. Da wir für unser Leben gerne essen und auch kochen, haben wir auch eine kleine “Küche” eingebaut. Der Fernseher wurde durch einen Gewürzschrank ersetzt und unter der eigens eingebauten Sitzbank, die sich in ein 1.30x2.00m Bett umwandeln lässt, haben wir jetzt Staumöglichkeiten. Auch sonst haben wir einige Dinge am Bus verändert. Unser Dank geht an unsere Familien, die viel Herzblut, Zeit und Schweiß investiert haben, mit uns gewerkelt, genäht, uns kulinarisch versorgt und emotional aufgebaut haben. Wir sind stolz auf das Gemeinschaftsprojekt, dass wir liebevoll unser Mini-Zuhause auf Rädern nennen. 

In weniger als zwei Monaten ziehen wir ein, dann werden wir eine ausführliche Tour durch Emil filmen und allen Details Rechenschaft tragen.

Liebe, Josefine