Vanlife: Wir wollen mehr! (Teil 1)

Seit einem Monat sind wir heute bereits in unserem Bus unterwegs. Unser Fazit: Wir wollen mehr!

Wunderbare Orte in Deutschland

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Über den Spreewald, Würzburg, Stuttgart, die Bergstraße und Heidelberg, haben wir es schließlich in die Pfalz geschafft. Ein eher weiter Schlenker dafür, dass wir bald dem Ruf des Baltikums folgen wollen, aber absolut lohnenswert. Nicht nur, weil Deutschland wunderbare Orte zu bieten hat, die in uns eine richtige Heimatliebe herauf beschwören, sondern auch, weil es einfach schön ist, Zeit mit der Familie zu verbringen. Unsere Großeltern sind mittlerweile Mitte 80 und die Gespräche, die zwischen uns entstehen, regen zum Nachdenken an, inspirieren uns und erfordern auch, dass wir klare Worte dafür finden, was wir hier eigentlich tun. Sie verfolgen fleißig unseren Blog und wir freuen uns, dass sie uns dank dem Internet zumindest virtuell begleiten können. Denn ein wenig neidisch ist meine Oma auf unsere Tour schon. Eine Tour nennt sie es, keine Reise, denn eine Reise hätte, wie sie findet, ein festes Ziel, eine feste Route. Auf unserer Tour lassen wir uns viel mehr von unserer Intuition, unseren Sehnsüchten und Wünschen leiten.

Ankommen an der Bergstraße

Wir genießen es, bei meinen Großeltern an der Bergstraße einen Moment anzukommen. Neue Eindrücke, neue Bekanntschaften, neue Orte, das alles reizt uns und treibt uns an. Doch der vertraute Geruch der Wohnung, in der ich für mein Abitur gelernt habe, in der ich unzählige Male mit Oma und Opa Karten gespielt, gekocht und auf dem Balkon gesessen habe, das ist eine Konstante in meinem Leben, die mir Geborgenheit gibt. Ich freue mich, dass ich das mit Stefan teilen kann. Es ist sein erstes Mal in Hemsbach und wir nehmen sogar am gemeinsamen Frühstücksritual teil, das schon seit Jahren Bestand hat. Oma isst Knäckebrot mit Honig, Opa Müsli mit noch mehr Honig. Dazu gibt es Quark. 

Wir spazieren zusammen auf das Kirschberghäuschen in Bensheim. Von dort hat man einen tollen Blick über die Rheinebene und kann bei gutem Wetter sogar bis in die Pfalz gucken. Opa, Stefan und ich stoßen mit einer Schorle an. Oma steckt immer noch die Erinnerung an den süffigen Brombeerwein von vor 2 Jahren in den Knochen und so gibt’s halt eine Apfelschorle zum Handkäs mit Musik. Am frühen Nachmittag fahren wir los, um meinen Bruder Constantin in Heidelberg zu treffen.

Hoch hinaus in Heidelberg

Wir sind froh, dass Consi einen Besucherparkausweis für uns hat, denn sonst wäre die Parksituation schwierig geworden. Überall in der Weststadt braucht man einen Bewohnerparkausweis, ansonsten darf man nur mit Parkscheibe für 2 Stunden parken. Viel zu wenig Zeit, um die Himmelsleiter zu erklimmen. 1335 unebene Stufen führen uns höher und höher durch den Wald auf den Berg oberhalb des Heidelberger Schlosses. Wir sind zu sechst und erfrischen uns bereits beim Aufstieg mit einer Schorle, was sich bei mir allerdings gleich mit Seitenstechen rächt. Die Wanderung ist im wahrsten Sinne des Wortes Schweißtreibend, aber die grandiose Aussicht und ein leckeres Picknick machen die Anstrengungen wieder wett. Von dort aus können wir nun zum zweiten Mal an einem Tag die Rheinebene überblicken. Diesmal aus einer neuen Perspektive.



+ Unsere Tipps

Kirchberghäuschen

Außerhalb 2

64625 Bensheim


Schöne Wanderung, toller Ausblick, Hausmacher Kost!


Himmelsleiter

1335 Stufen hoch in den Himmel. Schweißtreibend, aber lohnenswert. Schön zum Sonnenuntergang.


Neuenheimer Markt

Marktplatz Neuenheim

Schulzengasse

69120 Heidelberg


Toller Flair, ein bisschen wie Südfrankreich. Zeit und eine Einkaufstüte mitbringen ;)



Fotos © Stefan Weichand & Niklas Kalinke